Lange Zeit war der Feldhamster ebenso verbreitet wie bekannt. Doch in den immer intensiver genutzten Agrarräumen unserer Zeit scheint kein Platz mehr zu sein für den possierlichen Nager. Der Feldhamster und andere Tiere der Feldflur werden verdrängt, manche sind vom Aussterben bedroht. In Sachsen, wo der Feldhamster ursprünglich fast flächendeckend in den Lößgebieten anzutreffen war, ist sein Vorkommen auf einen winzigen Rest im Nordwesten des Landes zusammengeschmolzen, und auch dieser Rest ist bedroht.
Deshalb haben die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU)-Naturschutzfonds
, der NABU Sachsen
und der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e. V.
(LPV Nordwestsachsen) im Juni 2008 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit Landwirten im letzten sächsischen Vorkommensgebiet des Feldhamsters, eine überlebensfähige Population dauerhaft zu erhalten. Sachsen hat eine besondere Verantwortung für den Hamster, da dieses Verbreitungsgebiet eins der letzten in Deutschland ist. Zugleich dient das Projekt dem Schutz der Vielfalt an Arten in unserer Kulturlandschaft. Denn wo der Hamster leben kann und neben Rebhuhn, Fasan und Feldhase Indikator für eine intakte Agrarlandschaft ist, können noch zahlreiche andere Arten profitieren, nicht zuletzt der Mensch.


