Ein Bündnis für Feldhamster und Co. Ein Bündnis für Feldhamster und Co.


Feldhamster
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Feldhamster
Foto: Klaus Rudloff

Lange Zeit war der Feldhamster ebenso verbreitet wie bekannt. Doch im intensiv und mit industriellen Methoden genutzten Agrarraum unserer Zeit scheint kein Platz mehr zu sein für den populären und markanten Nager. Der Feldhamster ist vom Aussterben bedroht. Auch andere Tier- und Pflanzenarten der Feldflur werden verdrängt und sind sehr stark zurück gegangen In Sachsen, wo der Feldhamster ursprünglich fast flächendeckend in den Lößgebieten anzutreffen war, ist sein Vorkommen auf einen winzigen Rest im Nordwesten des Landes zusammengeschmolzen, und auch dieser Rest ist bedroht.

Deshalb haben die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU)-Naturschutzfonds , der NABU Sachsen und der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e. V. (LPV Nordwestsachsen) im Juni 2008 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit Landwirten im letzten sächsischen Vorkommensgebiet des Feldhamsters, eine überlebensfähige Population dauerhaft zu erhalten. Sachsen hat eine besondere Verantwortung für den Hamster, da dieses Verbreitungsgebiet eins der letzten in Deutschland ist. Zugleich dient das Projekt dem Schutz der Vielfalt an Arten in unserer Kulturlandschaft. Denn wo der Hamster leben kann und neben Rebhuhn, Feldlerche und Feldhase Indikator für eine intakte Agrarlandschaft ist, können noch zahlreiche andere Arten profitieren, nicht zuletzt der Mensch.

Anfang 2014 wurde die Kooperationsvereinbarung erneuert und zwei neue Partner kamen hinzu – das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie der Regionalbauernverband Delitzsch e. V. (RBV).

Was der Hamster unter anderem braucht: einen Lebensraum, der ihm Nahrung, Unterschlupf und Deckung bietet.
Was der Hamster unter anderem braucht: einen Lebensraum, der ihm Nahrung, Unterschlupf und Deckung bietet.
Zeichnung: Heike Martin


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